Das Prinzip von Yin und Yang

Aus Andreas M Gross
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Am Anfang aller Dinge war das "Nichts", chinesisch mit Wu Ji bezeichnet. Dieses "Nichts" kann mit dem Verständnis unserer westlichen Welt nicht sicher definiert werden, genau wie auch die Energie vor dem Urknall war nicht näher definiert ist oder das was vor Adam und Eva existiert haben mag.

Dabei versteht man unter dem "Nichts" kein Vakuum oder das vollkommene Nichtvorhandensein von Energie. Vielmehr ist das "Nichts" die Basis aus dem etwas entstehen kann. Sozusagen die Urenergie.


Nichts

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Ähnlich dem Blick in einen wolkenlosen Himmel, in dem sich langsam Wolken bilden. Zuerst ist nichts als leerer Himmel zusehen. Aus dieser scheinbaren Leere entstehen dann plötzlich Wolken. Sie formieren sich, werden größer, nehmen Struktur an. Wu Ji Nichts Kreis


Symbolisiert wird dieses "Nichts" mit einem vollkommenen Kreis. Mit ihm werden gleichzeitig Fülle und Leere, endlose Bewegung und vollkommene Ruhe ausgedrückt.


Befruchtung Etwas

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Dieses "Nichts" wird nun mit "Etwas" befruchtet.

Ähnlich der Befruchtung einer Eizelle aus der neues Leben entsteht.

Was vorher nur die Basis aller Existenz darstellte ist jetzt befruchtet und bereit Leben und Bewegung entstehen zu lassen.



Adam und Eva

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Aus dem befruchteten "Nichts" entsteht nun "Etwas" und "Etwas Anderes". Yin und Yang, Materie und Antimaterie, Adam und Eva waren geboren.



Beide Hälften können koexistieren, weil sie sich gegenseitig zum Ganzen addieren. Keines der beiden kann alleine bestehen. Yin nicht ohne Yang, Adam nicht ohne Eva, Materie nicht ohne Antimaterie, gut nicht ohne böse.

Diese Koexistenz nennt man auf chinesisch Tai Ji.

Aus der alleinigen Koexistenz entsteht aber noch kein Leben, es gibt keine Bewegung. Erst wenn ein Kreislauf entsteht, entstehen die Dinge unseres Lebens. Die "Zehntausend Dinge" sind entstanden. Dieser Kreislauf wird dargestellt mit dem allseits bekannten Yin-Yang Symbol:


Yin und Yang

Yinyang-4.gif

Dieses Symbol wir oft fälschlicherweise als Feng Shui Symbol bezeichnet, obwohl es nichts geringeres als die Beschreibung des dualistischen Aufbaus unseres Universums darstellt. Feng Shui ist nur eine der vielen Philosophien und Wissenschaften die auf dem Prinzip von Yin und Yang basieren.



Es beschreibt die ständige Wandlung von Yin zu Yang und von Yang zu Yin. Die beiden Punkte bedeuten, dass im Maximum des Yang der Beginn des Yin liegt und im Maximum des Yin der Beginn des Yang.


Kreislauf des Lebens

Das ist die Basis des ständigen Kreislaufs unseres Universums.

Sichtbar wird dieser Kreislauf beispielsweise im Kreislauf der Jahreszeiten. Der Winter stellt ein Maximum an Yin dar, enthält aber gleichzeitig den Beginn des neuen Jahres. Der Kreislauf geht über den Frühling zum Maximum des Yang, dem Sommer.

Der Sommer enthält aber gleichzeitig den Beginn der zweiten Jahreshälfte in der sich die Jahreszeiten über den Herbst wieder dem Winter nähern.


Zitiert mit freundlicher Genehmigung des Autors: Gerhard Zirkel - Quellenangabe: [1]